Naturschutz
Naturschutz im Schwarzwaldverein und Naturklassenzimmer

In Karlsruhe stehen rund 45% der Stadtfläche unter Schutz. Der weitaus größte Teil davon als europäische Schutzgebiete, nach der FFH- (Flora - Fauna - Habitat) und der Vogelschutzrichtlinie.
Karlsruhe liegt in einem Gebiet, in dem besonders viele gefährdete Arten vorkommen. Unsere Ortsgruppe hat sich in vielfältigen Projekten für den Naturschutz in Wettersbach eingesetzt. Der Schwarzwaldverein hat sich in die FFH-Kampagne 2008 - Wettersbach aktiv mit eingebracht. Es wurde vorgezeigt, was ist wichtig in unserem FFH-Gebiet:
unsere Streuobstwiesen,
unsere Buchenwälder,
unsere Vögel,
Insekten in den Streuobstwiesen,
zum Beispiel der seltene Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Kleinsäuger am Hatzengraben

Sie finden auf diesen und folgenden Seiten weitere Informationen über die Geologie, Nutzung der Streuobstwiesen und Wälder um Wettersbach.

Es folgen Ratschläge zur naturnahen Gestaltung von Wegen, Anlegen und Bepflanzung einer Trockenmauer.
Eine Auswahl von heimischen Sträuchern für den Garten, auch zum Anlegen von Hecken, schließt sich an.
Wildbienenhotel

Die Schüler der 9. Klasse der Heinz-Barth Grund- und Hauptschule Wettersbach konnten unter verschiedenen Projekten auswählen. Einige Schüler wählten das Thema  Wildbienen.

Zur Erläuterung:
Wildbienen gehören zur Familie der Hautflügler. Die Hautflügler gehören neben Käfern und Schmetterlingen zu der drittgrößten Insektengruppe der Welt. Auch die Staaten bildenden Wespen und Hummeln gehören dazu. Das Besondere an den Wildbienen ist, dass sie alleine (solitär) leben. Es gibt ca. 500 Wildbienenarten in Mitteleuropa. Viele Arten sind schon ausgestorben oder stark bedroht.

Das Inhaltsverzeichnis gibt einen Überblick über den Umfang der theoretischen Arbeit:
- Die Wildbiene - Allgemeines, Lebensweise und Lebensraum
- Eine bedrohte Insektenart
- Die Verteidigungsstrategie der Wildbienen
- Bedeutung der Wildbiene für den Menschen
- Anleitung zum Bau eines Wildbienenhotels

Es blieb nicht bei der Theorie. Mit großer Begeisterung wurden im Werkraum eine Woche lang ein Wildbienenhotel zugesägt, gehämmert und geleimt. Die Füllung besteht aus Holzklötzchen, Holzstämmchen, Lehm und Bambusröhrchen, jeweils passend für verschieden Wildbienenarten.
Trockenmauer
Mit Förster Struck und zwei Azubis hat die Projektgruppe die Behausungen für Wildbienen zwischen zwei Pfählen befestigt und beim Naturklassenzimmer aufgestellt. Das ist ein schöner Beitrag für unseren Naturschutz.
Streuobstwiesen
Bericht von unserer Naturschutzwartein Ille Kunze:
In den Schulklassen ist das Thema immer wieder Streuobstwiesen. Was sind Streuobstwiesen? was lebt in den Streuobstwiesen? Ich mache Exkursionen mit den Schulklassen und beobachte die Fauna und Flora. Ein Höhepunkt war eine Fledermausexkursion am Hatzengraben mit Dipl.-Biologe Harald Brünner - Spezialist für Kleinsäuger. Es hatte sich die 4. Klasse aus Palmbach angemeldet.

Herr Brünner hatte ein Findelkind, eine Zwergfledermaus, gesund gepäppelt. Diese ließen wir um 23 Uhr am Hatzengraben gesund wieder in ihren Lebensraum fliegen. Alle Schüler konnten sie hautnah ansehen, aber nicht anfassen.

Echter Apfelsaft
„Die Presse haben wir selbst gedreht. Der Apfelsaft schmeckt echt gut, viel besser als der gekaufte.“ So sprudelt es aus den Mündern der Schüler der zwei Klassen der Heinz-Barth Grundschule. Auch 2010 viertelten wir Äpfel zusammen mit der Feldhut, drehen die Presse und tranken den Apfelsaft mit all unseren Sinnen. Dabei gab es Unterricht über Apfel- und Birnensorten.
Vieles wäre noch über Naturschutz zu sagen.

Alle sollten sich glücklich schätzen, ihre Sinne in der Natur einsetzen zu können. In unserer verplanten Zeit bemerken wir gar nicht, wo wir täglich drauf leben und laufen, wir machen uns in der Regel keine Gedanken darüber. Es ist unser kostbarer Boden, der uns geschenkt wurde für Mensch, Tier und Pflanze. Es ist unsere Pflicht, sorgfältig damit umzugehen, zu  erhalten und unseren Kindern weiterzugeben.
2 Exkursionen führen uns zu den interessantesten Punkten unserer Landschaft:

1. Geologie um Wettersbach und
2. der Streuobstwiesenlehrpfad
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